Schmuckdesigner*in
Weiterbildung & Karriere
Schmuckdesigner*innen sind beruflich immer wieder vor neue Herausforderungen gestellt. Voraussetzung für Erfolg in diesem Beruf ist es, immer auf dem neuesten Stand der Entwicklung zu bleiben und das Fachwissen, die Methodenkompetenzen und sozialen Kompetenzen laufend zu ergänzen und zu vertiefen.
Weiterbildungseinrichtungen wie z. B. das Berufsförderungsinstitut (BFI) und das Wirtschaftsförderungsinstitut (WIFI) bieten Kurse und Lehrgänge zu Themenbereichen an, die für Schmuckdesigner*innen relevant sein können, z. B. zu kaufmännisch-betriebswirtschaftlichen Themen (z. B. Betriebsführung, Verkauf und Marketing), oder zu verwandten handwerklichen Bereichen, weiters auch Kurse für Goldschmieden oder Vorbereitungskurse auf die Meister*innenprüfung.
Zur Vermittlung von Anwendungskenntnissen neuer Fertigungs- und Designtechniken (z. B. Design-Software, digitale Maschinensteuerung) bieten viele Herstellerfirmen betriebsinterne Schulungen an. Auch der Besuch von Messen, Verkaufsveranstaltungen und Branchenevents ermöglicht Weiterbildung hinsichtlich neuer Entwicklungen in Arbeisbereich.
Wichtige Weiterbildungsbereiche für Schmuckdesigner*innen sind beispielsweise:
Fachkompetenzen
- Edelsteinkunde (z. B. Farbsteinaufbaukurs, Edelsteinimitationen, Perlen, Bernstein, Korallen)
- Diamantenkunde und Edelsteinfassen, Edelmetallbearbeitung
- Modeschmucktrends, Schmuckdesigns
- Metallkunde, Edelmetallbearbeitung
- ökologische und nachhaltige Werkstoffe und Materialien, Up-Cycling
- digitales Design (CAD = Computer Aided Design)
- Maschinenrüsten, -einstellen, -umstellen, Steuerung digitaler Werkzeuge
- Prozessoptimierung
- Umwelttechnik, Umweltschutz
- Energie- und Ressourceneffizienz
- Betriebsführung
- Handel und Vertrieb von Schmuckstücken
- Marketing, Werbung
- E-Commerce
- Umgang mit digitalen Anwendungen und Tools
- KI-gesteuerte Anwendungen und Tools
- kaufmännische Themenbereiche
- Datensicherheit, Datenschutz
Methodenkompetenzen
- Arbeitsvorbereitung
- Mitarbeiterführung
- Zeitmanagement
- Qualitätssicherung
- Prozessmanagement
- Kreativität / Kreativitätstechniken
Sozialkompetenzen:
- Kund*innen-, Serviceorientierung
- Kund*innenbetreuung und -beratung
- Kommunikationsfähigkeit
- Teamfähigkeit
Nach mehrjähriger beruflicher Erfahrung und Zusatzqualifikationen können Schmuckdesigner*innen zu Team-, Werkstätten- oder Produktionsleiter*innen bzw. zu Produktdesigner*innen aufsteigen und führen als solche Mitarbeiter*innen und Teams. Auch die Weiterentwicklung zur Lehrlingsausbilder*in ist möglich.
Neben einem hierarchischen Aufstieg im Unternehmen ist in diesem Beruf auch eine Weiterentwicklung und Karriere durch inhaltliche und fachliche Spezialisierung auf bestimmte Produktgruppen (z. B. Goldschmuck, Silberschmuck) und Entwicklung in eine Expert*innenrolle (z. B. Restaurierung von Gold- und Silberschmuckstücken) möglich.
Entwicklungs- und Karrieremöglichkeiten ergeben sich für Schmuckdesigner*innen auch in angrenzenden Berufsbereichen, z. B. in der Restaurierung und der Herstellung von Zier- und Gebrauchsgegenständen und der Metallbearbeitung oder Metalldesign.
Die selbstständigen Berufsausübung ist im Rahmen des Handwerks der Gold- und Silberschmiede möglich - siehe Menüpunkt Selbstständigkeit.